Alte Musik

Im Jahr 2013 verkündeten die Internationalen Barocktage Stift Melk die Bestellung von KS Michael Schade als neuen Künstlerischen Leiter. Auch wenn Schades Vision für das Festival im engen Bezug zu dessen Tradition steht, nähert er sich diesem besonderen Genius Loci mit Energie, Humor, Esprit und ohne Scheuklappen. Neben diesem Anspruch zur Musik auf höchstem Niveau besteht er auch auf die Förderung aufstrebender Talente. So wird das Publikum eine Sinneswelt erleben, die weit über ein traditionelles Konzerterlebnis hinausgeht.

Schon seit seinen frühen Jahren als Chorknabe in der berühmten Schola Cantorum "Saint Michael's Choir School" in Toronto ist Michael Schade mit dem Geist und dem Repertoire der Alten Musik eng verbunden. Dort prägte den jungen Tenor u.a. der Gesang der wöchentlichen Messen von Giovanni Pierluigi da Palestrina, William Byrd oder Heinrich Schütz. Einen starken Eindruck hinterließen außerdem Tomaso Albinoni sowie eine Opernproduktion von Emilio de Cavalieris „La Rappresentatione di Anima e di Corpo“ mit der Canadian Opera Company, welche die Liebe zu diesem Genre weckten und für die Laufbahn des Tenors von Wichtigkeit waren. Erste Erfahrungen sammelte er außerdem in Jean-Philippe Rameaus Oper „Pygmalion“ mit dem Tafelmusikorchester in Toronto, es folgten Händels „Semele“ sowie schließlich die Partie des Tamino in „Die Zauberflöte“ mit Opera Atelier in Toronto.

Mittlerweile wird Michael Schade als einer der weltweit führenden Tenöre unserer Zeit gefeiert, der auf allen wichtigen Konzert-, Lied- und Opernbühnen aufgetreten ist und sich ein immenses Repertoire erarbeitet hat. Engagements führten ihn u.a. an die Wiener, die Bayerische sowie die Hamburgische Staatsoper, an die Metropolitan Opera, nach Covent Garden, an das Teatro alla Scala und an die Pariser Oper, wie auch in den Wiener Musikverein und ins Konzerthaus, zum Concertgebouw Amsterdam, in die Londoner Wigmore Hall, die Carnegie Hall New York sowie zu den Festivals von Salzburg, Grafenegg, Verbier und den Wiener Festwochen. Sein Repertoire erstreckt sich im Konzertbereich von Monteverdi bis Mahlers „Lied von der Erde“. Im Opernbereich setzte er insbesondere im Mozart-Fach Meilensteine, sang in jüngster Vergangenheit neben einem Idomeneo auch Partien wie Peter Grimes, Florestan in „Fidelio“ oder Des Grieux in „Manon“. Mit vielen Preisen geehrt und dem Österreichischen Kammersängertitel ausgezeichnet orientiert sich der Sänger nun weiter in Richtung Richard Wagner. Daneben liegt ihm die Förderung der jungen Sänger- und Musikergeneration besonders am Herzen, für die er sich in speziellen Programmen (Young Singers Project in Salzburg) und Wettbewerben (Stella Maris, Johann Heinrich Schmelzer Wettbewerb) einsetzt.

Im Bereich der Alten Musik prägten internationale Erfolge bei Konzerten und Aufnahmen mit Größen wie Trevor Pinnock, Sir John Eliot Gardiner, Sir Roger Norrington und insbesondere Helmuth Rilling, mit dem er weltweit etliche Bach-Kantaten, Oratorien und vor allem die Evangelisten der großen Bachpassionen sang, seine weitere Laufbahn. All dies führte zur gewichtigsten Begegnung seiner Karriere: zu Nikolaus Harnoncourt und „seinem“ Concentus Musicus Wien. Diese fruchtbare Zusammenarbeit und enge Verbundenheit erstrecken sich mittlerweile über eine Vielzahl an internationalen Konzertauftritten, Tourneen mit Soloprogrammen sowie Opernproduktionen. Diese führten ihn von Salzburg bis nach Japan und schließlich bis nach Melk. Hier sieht Michael Schade seine Aufgabe, den Fortbestand dieses Zentrums des Weiterdenkens zu pflegen und auszubauen, wobei der Concentus Musicus Wien eine tragende Rolle als „Kronjuwel der österreichischen Kultur“ übernimmt.

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